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Eintrag · Mineralstoff

Jod

I · letzte KI-Prüfung: 2026-07-19

Kurz gefasst

Wird für die Schilddrüsenfunktion benötigt. In Mitteleuropa u. a. über jodiertes Salz zugeführt.

Was er im Körper tut

Die folgenden Sätze sind offiziell zugelassene gesundheitsbezogene Angaben der EU.

Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei EU-Angabe

Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012, Anhang — Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben · Eintrag im Verzeichnis: 274, 1237 · EFSA-Gutachten: 2009;7(9):1214; 2010;8(10):1800
Verwendungsbedingung beim Produkt: Das Produkt ist mindestens eine Quelle für Jod.

Wie viel Sie brauchen

Land / OrganisationGruppeWertTyp
EFSA Erwachsene AI Angemessene Zufuhr — ein Näherungswert, wenn die Daten für einen genauen Bedarf (RDA) nicht ausreichen.
FAO erwachsene Männer RNI Referenzzufuhr — das RDA-Pendant in der WHO/FAO-, britischen und philippinischen Terminologie.
NASEM (US/CA) Erwachsene RDA Empfohlene Tageszufuhr — deckt den Bedarf fast aller gesunden Personen einer Gruppe.
Philippinen Erwachsene RNI Referenzzufuhr — das RDA-Pendant in der WHO/FAO-, britischen und philippinischen Terminologie.
Indien Erwachsene RDA Empfohlene Tageszufuhr — deckt den Bedarf fast aller gesunden Personen einer Gruppe.
Polen Erwachsene RDA Empfohlene Tageszufuhr — deckt den Bedarf fast aller gesunden Personen einer Gruppe.
Schweiz Erwachsene RDA Empfohlene Tageszufuhr — deckt den Bedarf fast aller gesunden Personen einer Gruppe.
Vereinigtes Königreich Erwachsene RNI Referenzzufuhr — das RDA-Pendant in der WHO/FAO-, britischen und philippinischen Terminologie.

Referenzwerte verschiedener Länder sind nicht unmittelbar vergleichbar — sie unterscheiden sich in Definition und Altersgruppe. Referenzwerte richtig lesen →

Jeder Wert nennt seine Quelle — klicken Sie darauf, um Dokument, Fundstelle und Link zu sehen.Daten und Inhalte werden von mehreren unabhängigen KI-Modellen erstellt und gegen die Quelldokumente gegengeprüft. Eine redaktionelle Prüfung durch Menschen hat nicht stattgefunden.Prüfen Sie einen Wert vor dem Zitieren im Quelldokument — die Verifikation erfolgt automatisiert (KI), nicht redaktionell.

Wissenswertes

Jod ist der Baustein der Schilddrüsenhormone – und damit endet seine Rolle im Körper praktisch. Selten hat ein Element eine so enge und zugleich so wichtige Aufgabe.

Warum Salz jodiert wird

Der Jodgehalt in Lebensmitteln hängt davon ab, wie viel davon in Boden und Wasser vorhanden ist, und in Gebieten fern vom Meer ist es oft wenig. Historisch führte das in Binnen- und Bergregionen zu verbreiteten Mangelzuständen. Die Antwort war in vielen Ländern die verpflichtende Jodierung von Speisesalz – eines der am weitesten verbreiteten Public-Health-Programme im Bereich Ernährung.

Das hat jedoch eine Folge, die leicht vergessen wird: Empfehlungen zur Salzreduktion und das Programm zur Salzjodierung wirken in entgegengesetzte Richtungen. Menschen, die konsequent Salz reduzieren und zudem nicht jodiertes Salz verwenden – Himalaya-, Meer- oder Steinsalz –, verlieren dabei die Hauptquelle für Jod in der Ernährung, meist ohne es zu bemerken.

Der Sicherheitsbereich wirkt in beide Richtungen

Bei Jod schaden sowohl Mangel als auch Überschuss – beide können die Schilddrüsenfunktion stören, wenn auch über unterschiedliche Mechanismen. Deshalb ist eine Jod-Supplementierung „auf Verdacht“, besonders mit hochdosierten Präparaten oder Algenextrakten, nicht unbedenklich.

Der Bedarf ändert sich zudem in Schwangerschaft und Stillzeit, und ein Mangel hat in dieser Zeit besondere Bedeutung für die Entwicklung des Kindes – das ist eine der Situationen, in denen Empfehlungen gesondert formuliert werden. Wenn Sie eine Schilddrüsenerkrankung haben, schwanger sind oder eine Jod-Supplementierung erwägen, stimmen Sie das mit der Ärztin oder dem Arzt ab; bei Schilddrüsenerkrankungen ist die Dosierung mitunter individuell.

Wo er vorkommt

jodiertes Salz · Meeresfisch · Milchprodukte

Dieser Inhalt dient der Information und Bildung. Er ersetzt keine ärztliche oder diätetische Beratung. Wenden Sie sich in Gesundheitsfragen an medizinisches Fachpersonal.